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Guide
Beide finden auf einer Matte statt, beide arbeiten mit dem eigenen Körpergewicht, beide versprechen einen stärkeren Rücken. Trotzdem fühlen sich die Stunden völlig unterschiedlich an. Hier ist die praktische Entscheidungshilfe, ohne Ausflug in die Philosophiegeschichte.
Pilates trainiert gezielt Kraft und Kontrolle aus der Körpermitte heraus, Yoga verbindet Beweglichkeit, Kraft und Atmung zu einer ganzheitlichen Praxis. Pilates arbeitet mit Wiederholungen und präzisen Bewegungsabläufen, Yoga mit Haltungen, die über mehrere Atemzüge gehalten werden.
| Pilates | Yoga | |
|---|---|---|
| Fokus | Kraft und Stabilität aus der Körpermitte | Beweglichkeit, Kraft, Atmung, Achtsamkeit |
| Bewegungsmuster | Wiederholungen, kontrollierte Abläufe | Haltungen, oft über mehrere Atemzüge gehalten |
| Tempo | gleichmäßig, konzentriert | je nach Stil sehr ruhig bis fordernd |
| Atmung | begleitet die Bewegung, meist in die Flanken | zentrales Element, teils eigene Atemtechniken |
| Geräte | Matte, oft Ring, Ball, Bänder, im Studio der Reformer | Matte, teils Block und Gurt |
| Typische Stunde | angeleitete Übungsfolge mit klaren Wiederholungen | Abfolge von Haltungen, häufig mit Entspannung am Ende |
Wenn du gezielt an Rumpfkraft, Haltung und Körperkontrolle arbeiten willst, ist Pilates der direktere Weg. Die Übungen sind kleinteilig und präzise, du merkst schnell, welche Muskeln bisher wenig gearbeitet haben.
Pilates passt außerdem gut, wenn du Struktur magst. Eine Stunde folgt einem nachvollziehbaren Aufbau mit klaren Wiederholungszahlen, und Fortschritt lässt sich vergleichsweise konkret feststellen: Eine Übung, die vor vier Wochen wacklig war, sitzt irgendwann sauber.
Auf dem Reformer kommt ein weiterer Punkt dazu: Das Gerät gibt dir über Federn Widerstand und Unterstützung zugleich, was gerade für Einsteigerinnen oft angenehmer ist als reines Mattentraining. Mehr dazu in unserem Guide zu Reformer-Pilates.
Wenn dir Beweglichkeit wichtiger ist als reine Kraft, kommst du mit Yoga schneller ans Ziel. Die gehaltenen Haltungen arbeiten intensiver an Dehnfähigkeit, als es Pilates tut.
Yoga bietet außerdem eine deutlich größere Bandbreite. Zwischen einer ruhigen Yin-Stunde und einem kräftigen Vinyasa-Flow liegen Welten, und diese Auswahl gibt es bei Pilates in der Form nicht. Wer nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf runterfahren will, findet im Yoga mehr Angebote, die genau darauf ausgelegt sind.
Und ganz praktisch: Yoga-Kurse sind vielerorts günstiger und breiter verfügbar, gerade außerhalb größerer Städte.
Ja, und für viele ist das die beste Lösung. Die beiden ergänzen sich eher, als dass sie sich überschneiden: Pilates baut die Kraft auf, die dir in anspruchsvollen Yoga-Haltungen fehlt, Yoga bringt die Beweglichkeit, die im Pilates manchmal zu kurz kommt.
Ein einfacher Einstieg ist eine Einheit pro Woche von jedem. Wenn du merkst, dass dir eine Richtung mehr liegt, verschiebst du das Verhältnis. Einen Grund, sich früh festzulegen, gibt es nicht.
Das ist die Frage, die vor der ersten Stunde am häufigsten aufkommt, und die Antwort ist erfreulich kurz: fast nicht.
Kleidung ist identisch. Eng anliegend, dehnbar, nichts, was beim Bücken verrutscht. Was im Yoga funktioniert, funktioniert im Pilates genauso.
Die Matte ist ebenfalls dieselbe. Yoga-Matten sind teils etwas dünner, Pilates-Matten etwas gepolsterter, aber für den Einstieg spielt das keine Rolle.
Grip-Socken sind der Punkt, an dem es einen echten Unterschied gibt, allerdings nicht zwischen Pilates und Yoga, sondern zwischen Matte und Gerät. Auf der eigenen Matte zuhause kommst du barfuß gut zurecht. Sobald du in ein Studio gehst, verlangen viele Anbieter aus Hygienegründen Socken, und auf dem Reformer sind rutschfeste Sohlen praktisch Pflicht, weil du mit den Füßen gegen die Fußstange arbeitest. Dieselben Grip-Socken funktionieren dabei für beide Disziplinen, du brauchst keine zwei Paare.
Zubehör unterscheidet sich am ehesten: Im Yoga sind Block und Gurt üblich, im Pilates eher Ring, Ball und Bänder. Beides ist für den Einstieg aber nicht nötig. Was du wirklich brauchst, steht in unserem Guide dazu, was du für den Einstieg brauchst.
Beides kann die Rumpfmuskulatur stärken, die den Rücken stabilisiert. Pilates arbeitet dabei gezielter an der Tiefenmuskulatur, Yoga zusätzlich an der Beweglichkeit. Bei bestehenden Beschwerden solltest du das vorher ärztlich oder physiotherapeutisch abklären.
Kommt auf den Stil an. Ein kräftiger Vinyasa-Flow ist fordernder als eine ruhige Pilates-Mattenstunde, eine fortgeschrittene Reformer-Stunde fordernder als eine Yin-Yoga-Einheit. Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten.
Mit dem, wo du eher hingehst. Der wichtigste Faktor ist Regelmäßigkeit, nicht die Wahl der Disziplin. Probier von beidem eine Schnupperstunde und entscheide danach.
Egal, wofür du dich entscheidest: In unserer Kollektion Pilates Socken Damen findest du Grip-Socken mit Vollsohle, die für Pilates und Yoga gleichermaßen funktionieren.
Bereit für die Matte?
Kein Rutschen im Herabschauenden Hund, kein Nachjustieren zwischen den Übungen. Finde deine Größe und deine Farbe.
Im Beitrag erwähnt